Tag 7: Miles 94-110

Tag 7: Miles 94-110

Heute gibts sogar 2 Blogposts, da ich heute viel Zeit habe. Ich habe nämlich in Warner Springs einen Zero eingelegt. Ein Zero ist ein Tag an dem man einfach mal nichts tut. Naja fast nichts, aber dazu im nächsten Blogeintrag mehr.

Es hatte sich beim Zeltaufbau am Vorabend schon angekündigt und sollte sich auch bewahrheiten. Der Wind in der Nacht war ziemlich stark. Das hatte zur Folge, dass am nächsten Morgen das ganze Zelt inklusive aller Sachen mit Sand voll waren, obwohl alle „Türen“ des Zeltes geschlossen waren. Irgendwann war an Schlafen auch nicht mehr richtig zu denken, da mir die Zeltplane beim Flattern im Wind immer auf den Kopf donnerte. Nachziehen der Schnüre half da nur für kurze Zeit. Da ich nicht mehr schlafen konnte und nur noch weg wollte, beschloss ich um 5:40 Uhr aufzustehen und alles einzupacken. Nach einem kurzen Gespräch mit Marko, wo wir uns treffen, ging ich gegen 7 Uhr ohne Marko los, da er mich sowieso einholen würde. Es waren insgesamt 16 Meilen an diesem Tag zu bewältigen bevor wir in Warner Springs ankommen sollten. Frühstück gabs dieses Mal während des Wanderns und zwar hatte ich mir in Ramona Poptarts gekauft. Hatte schon viel in anderen Blogs darüber gelesen und ich muss sagen, dass sie mir (Peanut butter crunch) echt gut schmeckten.

Im Internet hatte ich schon nach Unterkünften in Warner Springs geschaut und mir ein Doppelzimmer gebucht, da ich dort einen Zero am nächsten Tag machen wollte.

Das Wetter an dem Tag war sehr neblig bzw. bewölkt. Etwas kühl, aber zum Wandern eigentlich perfekt, weil es nicht regnete.

Nebel am Morgen

Auf dem Weg nach Warner gab es direkt 2 Highlights. Das Erste war die Überquerung der 100 Meilen Marke. Damit bin ich ca. 4 Marathons in einer Woche gelaufen.

100 Meilen sind geschafft 🙂

Das zweite Highlight des Tages war Eagle Rock. Eine Felsformation, die aussieht wie ein Adler.

Eagle Rock

Das Foto bei Eagle Rock hat Smiles von mir gemacht. Ein echt netter älterer Typ. Nach Eagle Rock ging es relativ flach weiter, aber das letzte Stück bis nach Warner Springs zog sich ziemlich in die Länge, obwohl es durch ein schönes Waldgebiet ging. Ich hatte für den Tag genug und es kamen mir immer wieder Day-Hiker entgegen, die nicht so aussahen als ob sie schon mehrere Meilen hinter sich hätten.

Kühe auf dem Weg nach Warner Springs

Am Ende erreichte ich Warner Springs gegen Mittag und ging direkt zum Community Center. Dort kam mir auch schon Claudia entgegen, die wie ich erfreut war, dass wir uns wiedersahen. Nach kurzen Austausch der letzten Erlebnisse ruhte ich mich erstmal aus. Das Community Center ist ein toller Platz für Hiker, da dort alles geboten wird, was das Hiker-Herz begehrt. Es gibt Zeltplätze, Hikerboxen, Resupply-Store, Aufenthaltsraum, Wifi und abends sogar Abendessen. Und das alles zu fairen Preisen.

Pavillon für Hiker
Shop um Ausrüstung zu kaufen

Nach unserem kurzen Aufenthalt beim Community Center hieß es wieder Abeschied nehmen von Claudia, die wieder auf den Trail wollte. Wir sind erstmal 20 Minuten Richtung Warner Springs Ranch Ressort gezogen, um unser Zimmer zu beziehen.

Unser Zimmer in Warner Springs

Leider hatte an dem Abend das Restaurant gegenüber vom Ressort geschlossen. Es gab aber als Alternative Spaghetti mit Meatballs und Salat beim Community Center.

Abendessen
Schulcafeteria, wo es das Essen gibt

Um keine Zeit zu verschwenden, haben wir unsere Sachen vor dem Abendessen in die Waschmaschine geworfen und ich hatte nur noch meine Regenhose, Regenjacke und Daunenjacke an. Wirklich alle Klamotten von mir hatten eine Wäsche nötig. Da es keine Wäscheleine gab und das Wetter auch eher bescheiden war, kam Marko auf die Idee im Zimmer die Wäsche zu trocknen.

Improvisierte Wascheleine

Gegen 21:30 Uhr lagen wir zufrieden im Bett. Morgen gibts endlich den ersten Zero 😍.


2 Gedanken zu „Tag 7: Miles 94-110

  1. Danke das du uns so nah teilhaben lässt! Das ist echt cool!!
    Freut mich das bisher alles so positiv verläuft.

    Aber du musst ein bissi mit dem Messer aufpassen und Nachts nicht barfuss draussen rumturnen.. 😉

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