Tag 28 (8.5): Miles 294 – 313

Tag 28 (8.5): Miles 294 – 313

Heute war die erste Nacht auf meiner neuen Luftmatratze und es war vom Wärmegefühl ein Riesenunterschied. Auch wenn ich noch sehr oft aufgewacht bin und mich wieder sortieren musste. Wir werden uns schon noch finden.

Aufgestanden bin ich heute schon vor 6 Uhr und war schon um 6:20 Uhr unterwegs. Früh am Morgen kann man am besten Meilen machen, weil es noch nicht so warm ist. Der Weg heute führte fast ausschließlich an den Hügeln am Deep Creek entlang, aber hatte mehrere Highlights. Das erste Highlight war der 300 Meilen Marker. Auch wenn ich nicht die vollen 300 gelaufen bin, sind diese Marker immer besondere Punkte auf dem Trail. Übrigens muss man nicht nasse Füße bekommen, wenn man einen Fluß zu überqueren hat. Manchmal hat man den Luxus einer Brücke 😉

Das zweite Highlight an diesem Tag waren die Hot Springs auf die ich mich schon lange gefreut habe. Leider habe ich keine richtigen Bilder davon, aber es sind ungefähr 5 kleine Pools die verschieden warme Temperaturen haben. Das warme Wasser fließt immer nach. Drumherum ist der Deep Creek, in dem man sich abkühlen kann. Man muss schon sagen, dass die Pools jetzt nicht super sauber sind, da dort Grünzeug und ähnliches drin rumschwimmt, aber das war mir total egal. Raus aus den Klamotten und rein ins warme Vergnügen. Natürlich mit Unterhose an, da die Amis da doch sehr komisch reagieren, wenn man nackt wäre. Außer wenigen Leuten, die dort zelteten und rauchten und eher hippiemäßiger aussahen, war keiner nackt. Höchstens oben ohne.

Nach ca 1,5h baden und Mittagessen beschloss ich noch 5 Meilen weiter zu wandern. Nach den 5 Meilen waren 19 Meilen geschafft und es war erst 15:30 Uhr. Glücklicherweise hatte ich einen super schönen Campspot direkt am Deep Creek gefunden an dem ich vorerst ganz alleine war. Ich wusste außerdem, dass ich den Deep Creek morgen überqueren musste und ich dachte mir lieber nasse Füße am Morgen als möglicherweise gefrorene Schuhe am Morgen. Außerdem wäre der nächste Campspot erst 6 Meilen weiter gewesen. Also machte ich es mir gemütlich am Strand bis eine Mutter mit ihrem Kind auftauchte. Sie blieben für 1-2h und spielten am Fluss. Als sie weg waren nahm ich noch ein Bad im Fluss und machte mein Abendessen.

Da die Mutter mir sagte, dass es nachts nicht regnen sollte und es relativ warm war, wollte ich das erste mal Cowboy Camping ausprobieren. Das bedeutet ohne Zelt unter freiem Himmel schlafen. So sah das aus.

Es war auch echt schön, aber mit 2 Sachen hatte ich nicht gerechnet. Erstens kommen abends die Mücken und freuen sich auf ihr Buffet. Da nicht viel von mir rausguckte, stachen sie mitten in meine Stirn und in meinen Kopf, wo Haare sie nicht abhielten. Die zweite Überraschung war, dass ich nachts aufwachte und der ganze Quilt komplett nass war und das obwohl es nicht geregnet hat. Zudem war ich ab 17:30 Uhr leider nicht mehr alleine, sondern es trafen immer mehr andere Hiker ein, die ziemlich laut waren. Es war trotzdem ein guter und schöner Tag auf dem Trail. Hier noch ein paar Bilder:


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