Tag 42 (22.5): Miles 489 – 517

Tag 42 (22.5): Miles 489 – 517

Trotz gutem Zeltplatz war die Nacht sehr windig und kalt. Ich bin mehrmals aufgewacht und ab ca 3 Uhr lag ich gefühlt nur noch wach im Zelt rum. Gegen 6 Uhr bin ich wie immer aufgewacht, aber es war so kalt, dass ich mich nach einem kurzen Verlassen des Zeltes sofort wieder in den Quilt gekuschelt habe, um noch etwas zu schlafen. Gegen 7 Uhr machte ich mir mein Oatmeal verfeinert mit M&Ms im Zelt. In letzter Zeit koche ich fast nur noch im Zelt fällt mir gerade auf, da es echt kalt ist. Laut meiner Wetterapp waren 6 Grad Celsius, aber gefühlt -2 Grad. Es fühlte sich an den Händen tatsächlich noch kälter an. Gegen 8 Uhr machte ich mich dann doch mal langsam auf den Weg. Womit ich mich beim Zelten noch nicht so richtig anfreunden konnte, ist das Zelt einpacken, welches logischerweise voller Dreck ist. Aber daran hab ich mich langsam gewöhnt. Man lebt halt im Dreck und der Geruch der Klamotten und von einem selbst wird auch nicht besser, wenn man mehrere Tage schwitzt und seine Klamotten nicht waschen kann.

Am Anfang ging der Weg recht flach durch bewaldetes Gebiet. Wäre echt schön zu laufen, wenn es nicht so kalt gewesen wäre. Zwischendurch kam die Sonne durch die Wolken und man begann zu schwitzen, weil man ja die Daunenjacke trug. Also anhalten und alles wieder ausziehen. Da mir das irgendwann auf die Nerven ging wanderte nur noch mit meiner Wind- und Regenjacke und meiner Mütze + Buff übers Gesicht, wenn es zu windig wurde. Nach dem kurzen flachen Stück zum warm werden, ging es bergauf und man bekam tolle Aussichten auf die Flachwüste Mojave.

Ich passierte an diesem Tag wieder mal einen Meilenstein und zwar den 500 Miles Marker.

Nach 18 Meilen wollte ich eigentlich mein Zelt aufbauen, da es dort einen netten kleinen Campground mit Bänken und Tischen gab. Es war aber erst 15:40 Uhr. Ich hatte den ganzen außer Frühstück noch nichts richtiges gegessen ausser Snacks und Energieriegel. Also ruhte ich mich etwas aus und aß noch 2-3 Energie-Riegel und überlegte, ob ich noch 9,4 Meilen schaffen würde. Dann wäre ich bei Hiker Town, eine Art Hostel. Nach 20 Minuten Pause beschloss ich es zu versuchen, da Wind und Regen für den nächsten Tag angekündigt waren. Es ging größtenteils bergab. Die letzten Meilen waren nochmal hart, da man den Highway schon sehen konnte, der PCT aber wieder mal endlose Runden an den Bergen entlang machte und es zog sich u d zog sich wie Kaugummi. Gegen 19:15 Uhr kam ich erschöpft nach 28 Meilen endlich beim Hiker Town an. Leider gab es keinen freien Raum mehr, aber mir wurde angeboten, dass ich für 5$ eine warme Dusche nehmen könnte. Das nahm ich gerne an, auch wenn die Dusche sehr versifft war. Danach wurde mir angeboten, dass man mich 4 Meilen zu einem Store fahren könnte, um dort zu schlafen. Es würden dort viele Hiker schlafen in einem Raum. Da es keine Alternative gab, um nicht im Zelt zu schlafen, nahm ich es an. Es handelte sich um einen dreckigen Raum in dem schon 4 Hiker auf ihren Luftmatratzen lagen. Ich gesellte mich zu ihnen und war froh nicht draußen schlafen zu müssen. Leider gab es kein Essen mehr, aber ich hatte ja noch genügend dabei 😉


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert