Tag 44 (24.5): Miles 517 – 540

Tag 44 (24.5): Miles 517 – 540

Ich hatte gut geschlafen und war froh, dass ich einen Zero eingelegt hatte, da es wirklich stürmisch und regnerisch gestern war. Zum Frühstück wollte ich noch einen Breakfast Burrito essen, aber kurz nach meiner Bestellung fiel der Strom aus und ich saß erstmal fest. Nach vielen Telefonaten und versuchen die Sicherung zu finden, die nicht erfolgreich waren, habe ich den Grund für den Stromausfall mitbekommen. Anscheinend war die Rechnung nicht bezahlt worden. Alles sehr komisch. Inzwischen war immerhin der Koch eingetroffen und er konnte sich langsam an die Zubereitung der Bestellungen machen, da er mit Gas kochen konnte. Bis ich mein Frühstück hatte, dauerte es noch bestimmt 90 Minuten. Immerhin war es sehr lecker und ausreichend bis zum Abendessen. Ich wollte danach direkt los auf den Trail, weil es schon 9 Uhr war. Es fand sich auch relativ schnell ein Hitch. Wir mussten das Auto nur erst ein wenig anschieben, damit es ansprang. Gegen 9:30 Uhr konnte ich den Tag endlich richtig beginnen. An diesem Tag stand die Etappe entlang dem Aquädukt, welches LA mit Wasser versorgt, auf dem Plan. Da man durch die Mojave Wüste läuft und man erst nach 17 Meilen die nächste Wasserquelle hat, läuft man diese Strecke eigentlich nachts, da es keinen Schatten gibt und die Temperaturen sehr heiß sind. Dieses Jahr ist ja alles anders und wir konnten die Mojave Wüste bei angenehmen 15 – 20 Grad Celsius bewandern. Die ersten Meilen gingen entlang des Aquädukts. Am Anfang war es offen, danach sichtbar in einem großen Metallrohr und später unter einer Betonstraße. Eine Zeit lang bin ich auf dem Aquädukt gelaufen.

Es ging immer flach geradeaus und die Umgebung war nicht sehr abwechslungsreich. Ich muss allerdings gestehen, dass mich die Sichtweite beeindruckt hat. Der blaue Himmel mit den Wolken und den Bergen im Hintergrund sieht aus wie gemalt.

Nach 17 Meilen kam ich an der Wasserquelle an, die ein Wasserhahn war. Dort machten auch schon einige Hiker ihre wohlverdiente Pause. Ich pausierte dort auch etwa 20 Minuten, bevor ich mich auf den Weg zur nächsten Wasserquelle und zum Zeltplatz machte. Ab diesem Punkt ging es wieder bergauf und man ging entlang eines Windparks. In der Mojave Wüste konnte man auch große Flächen mit Solarpaneln sehen, die von oben wie schwarzes Wasser aussehen. Leider denken auch Vögel es wäre Wasser und gehen dort durstig vergeblich auf die Suche.

Am Ende des Tages nach 23 Meilen kam ich an einem möglichen Zeltplatz vorbei und traf dort überraschenderweise Ulli und Judy wieder. Sie hatten 3 Tage Pause gemacht. War ein tolles Wiedersehen und ich schlug mein Zelt neben ihrem auf.


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